Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg baut seine technischen Möglichkeiten im Bereich Mikro-Spritzgießen weiter aus. Mit der Integration einer neuen babyplast-Mikro-Spritzgießmaschine erweitert das Institut seinen Maschinenpark auf insgesamt 13 Anlagen und schafft zusätzliche Kapazitäten für Forschung, Entwicklung und Ausbildung.
Die kompakte Maschine wurde speziell für die präzise Verarbeitung kleiner Materialmengen entwickelt. Mit einer Schließkraft von 10 kN und einem Dosiervolumen von rund 6,5 cm³ eignet sich die Anlage insbesondere für anspruchsvolle oder kostenintensive Kunststoffe. Auch Hochtemperaturmaterialien lassen sich dank der verschleißgeschützten Spritzgießeinheit materialschonend verarbeiten.
Besonders hervorzuheben ist die schonende Kolbenplastifizierung, durch die selbst empfindliche oder hochgefüllte Materialien effizient verarbeitet werden können. Erste Versuche mit langglasfaserverstärkten Kunststoffen zeigten laut SKZ sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der Faserlängenverteilung – ein wichtiger Faktor für die mechanischen Eigenschaften späterer Bauteile.
Die babyplast-Anlage ist vollständig mobil aufgebaut und in ein kompaktes Tischsystem integriert. Ergänzt wird sie durch eine eigene Kühlanlage, ein Temperiergerät von Regloplas sowie einen Trockenlufttrockner mit Materialförderung von Moretto. Für den Betrieb werden lediglich Strom und Druckluft benötigt, wodurch die Maschine flexibel in unterschiedlichen Entwicklungs- und Versuchsumgebungen eingesetzt werden kann.
Nach Angaben des SKZ soll die neue Anlage künftig vor allem bei Materialentwicklungen, Versuchsreihen sowie bei Anwendungen mit gedruckten Werkzeugeinsätzen zum Einsatz kommen. Zudem plant das Institut die Nutzung des Meusburger-Systems „FM – Mikroformen“, um Bauteil- und Prüfkörperwerkzeuge für Mikro-Spritzgießanwendungen umzusetzen.
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